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Zukunftswerkstatt Gaswerk

Gaswerk Augsburg-Oberhausen
Zukunftswerkstatt Gaswerk

"Herz", im Gaskessel, Jaume Plensa

Ergebnis Zukunftswerkstatt Freitag 10.10. nachmittags, Architekten, Stadtplaner, Geographen

 

Nutzung Gaskessel, Sozialgebäude

  1. Gaskessel. Seine Einzigartigkeit und Atmosphäre lässt ausschließlich temporäre Nutzungen zu, keinerlei Einbauten, allerhöchstens Aufständerung der Scheibe um 4,0 m zur Unterbringung von Gastronomie, Bookshop, sanitären Anlagen. Das aber wäre auch im barrierefrei erreichbaren UG machbar. Auf dem dreiecksförmigen Aussteifungsfachwerk der Scheibe könnte eine Tribüne montiert werden. Nutzung z.B. Zirkus, Klang-, Lichtinstallationen, Experimente
  2. Sozialgebäude: kurzfristig Vermietungen, langfristig zentraler Info-Point, auf jeden Fall Erhalt, Sanierung, evtl. Erweiterung, gestalterisch-ästhetische Verbesserung, Wertschätzung des 60er-Jahre-Baus.

 

Verkehrstechnische Erschließung, Mobilität

  1. Das Areal ist von der B17 und A8 gut erreichbar, durch Eingrenzung von Bahnlinien von der City Augsburg aus nur umständlich erreichbar. Die Randlage wird jedoch nicht als negativ angesehen, sondern im Gegenteil als Vorteil für die Stadtteile Oberhausen, Kriegshaber, Bärenkeller sowie die Städte Neusäß und Gersthofen gesehen. Zudem darf die Großstadt nicht nur auf ihr Zentrum reduziert werden.
  2. Möglichkeiten der Verbesserung durch Auflassung des Güterbahnhofs und durch Anlage geplanter Straßenwege. Möglichkeit der Vernetzung mittels der Lokalbahn oder zumindest durch Nutzung dieser Gleise, die den Hauptbahnhof mit dem Gaswerk verbinden
  3. Platz für Pkw-Stellplätze ist genügend vorhanden
  4. ÖPNV kann noch verbessert werden

 

Mediale Vermittlung des Gaswerks

  1. 2-3 homepages sowie facebook-Seite zum Gaswerk existieren, werden aber kaum für Aktuelles verwendet
  2. Popularisierungskampagne (Ganser, Frühschütz) hat schätzungsweise 100.000 Menschen bisher ins Gaswerk geführt
  3. Touristisch-mediale Vermarktung, Branding erst dann möglich, wenn klar ist, was geschehen soll
  4. Suche (und Findung) eines potenten Investors wünschenswert, hat aber schon bisher nicht funktioniert. Eine Bottom-Up-Entwicklung ähnlich des Café de Ceuvel Amsterdam erscheint vielversprechender

 

Wissen(schaft)s-Standort

  1. Wissen und Wissenschaft als Teil der Kultur hat ebenfalls seine Berechtigung, Nutzer auf dem Gaswerksareal zu sein. Die Hochschulen bekunden ihr Interesse.
  2. In der Vergangenheit wurde allerdings mit dem Mechatronik-Cluster ein Business-Center geplant, dass jedoch (auf Grund des Innovationsparks) nicht zustande kam.
  3. Gaswerkstechnikgeschichte soll grundsätzlich am Ort eine Basis bekommen, bzw. soll das Gaswerksmuseum ausgebaut werden und die Produktionsweise nachvollziehbar bleiben. Das Gaswerk soll als Ankerpunkt des ERIH (European Route of Industrial Heritage) angemeldet/beworben werden.
  4. Eine Nutzung als Wissenschafts“museum“ á la Phaeno/Wolfsburg oder Universum/Bremen ist denkbar und technisch machbar. Allerdings plant der Bahnpark Augsburg Vergleichbares.

 

Nachhaltigkeitsgedanken

Der Begriff wurde einmal mehr nicht verstanden und daher (leider) kritisiert. Dennoch wurden folgende Aspekte aufgeworfen

  1. Nachhaltiger Umgang mit Energie, bzw. Energieautarkie auf dem Gaswerksgelände durch erneuerbare Energien
  2. Ressourcen-Erhalt durch Müll-Recycling, Wiederverwendung, etc. Konzepte.
  3. Nutzung nicht aller Gebäude als Proberäume, Ateliers, sondern Mix aus temporären und permanenten Zubauten.
  4. Erhalt aller Bäume und Hinzupflanzung mindestens der gleichen Anzahl, Ausdehnung der Grün-Oase
  5. Nutzung nicht allein von Künstlern sondern Überlegungen zur Unterbringung auch von Obdachlosen, Asylbewerbern, Flüchtlingen
  6. Mobilität: Schaffung eines durchgehenden Radwegs zur Augsburger City
  7. Erhalt der Gaswerksproduktionssystematik als kulturelle Nachhaltigkeit

 

Fazit:

  • Kulturschaffende werden sicher nicht die einzigen Nutzer, aber die interessantesten sein, eine synergetische Mischung ist erwünscht.
  • Ob ein Investor die Lösung ist, kommt darauf an, ob er gefunden wird. Ansonsten ist eine behutsame Entwicklung sinnvoll. Keine „Kulturhektik“.
  • Auf Grund der Breite des gehörten Personenkreises kommt die Zukunftswerkstatt bei allen Beteiligten gut an (ein Novum in der Stadt, im Vergleich zur Vorgängerregierung)
  • Die Beteiligten sind gespannt auf den 15.11., an welchem die Gesamtzukunftswerkstatt im Rathaus stattfindet.
  • Nachtrag: Der 15.11. hat stattgefunden, aber keine weiteren Erkenntnisse gebracht
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